Hab ich eigentlich schon mal gesagt, dass ich auf Strumpfhosen stehe? Also: Ich stehe auf Strumpfhosen. Mit nix drunter. Ist echt ein geiles Gefühl. Und sieht auch geil aus. Ich denke also, es ist nun an der Zeit, die Geschichte der Strumpfhose aufzuarbeiten. Meine ganz persönliche Geschichte der Strumpfhose. Die Geschichte der Entstehung eines Fetisches.

Es war einmal Klein-Thorja. Und ja, das ist laaaange her. Das ist sogar so lange her, dass das noch in jene Zeit fiel, als es diese schlimmen  dicken Strumpfhosen für Kinder gab. Die Vorder- und Rückseite konnte man an den verschiedenen Nähten unterscheiden: Hinten am Po war eine Doppelnaht, und vorne eine einfache Naht. Und alle trugen sie. Jungs und Mädels gleichermaßen. Das war einfach ein Kleidungsstück für alle, im Winter. Unisex gab es also schon damals. Meistens bekam man diese Strumpfhosen in Farben wie… braun… grau… gelb… usw. Schrecklich.

Zu jener Zeit nun, als ich diese schirchen Dinger tragen musste, beäugte ich schon stets die durchsichtigen *Feinstrumpfhosen* meiner Mutter. Schon dieses Wort – Feinstrumpfhose – erzeugt bei mir eine klitorale Erektion. Regelmäßig war ich vom Akt des Anziehens fasziniert, wenn ich meiner Mutter zusah. Ein wahrhaftes Ritual schien es zu sein: Erst rollte sie mit ihren schönen langen Fingern ein Strumpfhosenbein auf, sodass ein Ring entstand, in den sie eine Fußspitze stecken konnte. Dann zog sie die die Strumpfhose über ihre Ferse, bevor sie das Bein schließlich langsam ausstreckte, um die Strumpfhose schön gleichmäßig und glatt über ihre Waden zu ziehen. Nun stellte sie das Bein wieder ab und zog die Strumpfhose ein Stück über ihr Knie auf den Oberschenkel. Jetzt folgte dieselbe Prozedur mit dem anderen Bein. Dann stand sie auf und zog sich die Strumpfhose über die Hüften hoch, wackelte damit zugleich ein wenig hin und her, damit die Strumpfhose auch schön bis in den Schritt reichte. Und fertig waren die in Nylon gehüllten weiblichen Rundungen. Dieses Schauspiel war an Eleganz und geballter Weiblichkeit nicht zu überbieten.

Fasziniert betrachtete ich dann das Ergebnis: Ihre schlanken Beine, von diesem zarten, schimmernden Gewebe umgeben. Nichts war schöner als dieses durchsichtige Schwarz. Dieses Bekleidetsein, welches doch alles sichtbar beließ! Dieses Anschmiegsame, die Art und Weise, wie sich diese verführerische Transparenz an die endlos langen Beine meiner hochgewachsenen Mutter schmiegte. Und auch die Laufmaschen fand ich schön! Sogar der zerstörte Zustand verlieh einer Strumpfhose nur noch mehr Charakter, fand ich.

So gerne wollte ich auch solche Strumpfhosen tragen, aber das durfte ich nicht. Das war schließlich etwas für Frauen. Für erwachsene Frauen. Das musste also etwas mit Dingen zu tun haben, die ins Reich der Erotik gehörten, auch wenn ich damals noch keinen Begriff dafür hatte. Oft berührte ich die Strumpfhosen meiner Mutter, holte kaputte Strumpfhosen mit Laufmaschen aus dem Müll, um sie anzufassen, mit den Händen in ihr Inneres zu gleiten, diesen Stoff zu spüren. Ich fand es faszinierend, meine eigene Haut durch das schwarze Nylon hindurch sehen zu können. Wie von einer anderen Welt. Wie von einem Zauber umgeben.

Und irgendwann war es so weit: Ich durfte meine erste eigene Feinstrumpfhose anziehen! Das bedeutete also: Ich war nun eine Frau! Aufgenommen in den Kreis, anerkannt. Erwachsen genug, mich in dieses zauberhafte Gewebe zu hüllen, welches der Weiblichkeit vorbehalten war. (Wenn ich mich recht erinnere, musste ich mich dann in meinem Zimmer auf der Stelle selbst befriedigen).

Die Initiation war vollbracht. Voll Stolz überschlug ich ab diesem Zeitpunkt in der Schule meine Beine stets genauso wie meine Mutter. Was die Jungs dazu sagten, war mir relativ egal, da ich mich für die gleichaltrigen Jungs sowieso nie interessierte. Viel wichtiger und besser waren die neiderfüllten Blicke der anderen Mädchen, die noch keine *richtigen* Strumphosen trugen… herrlich!

Die Strumpfhose ist für mich also seit Anbeginn mit erotischer Weiblichkeit verknüpft. Und wenn ich nichts drunter trage, ist auch die Berührung durch dieses Gewebe ein Traum. Noch besser aber ist es, wenn du diesen Bereich dort mit deinen Fingerkuppen erkundest, ganz sanft. Du wirst die Erhebung meines Venushügels spüren, die eine oder andere Windung meiner durch die Strumpfhose komprimierten Labia. Dahinter schmiegt sich die Strumpfhose an jene Senke, deren Grund das Ziel deines Begehrs verspricht. Warm, zart, vielleicht etwas feucht, pulsierend. Vielleicht erlaube ich dir, meine Strumpfhose zu zerstören. Vielleicht darfst du ein kleines, dehnbares Loch erzeugen, um zu ertasten, was es mit der pulsierenden Feuchtigkeit auf sich hat. Vielleicht fordere ich dich aber auch auf, sie ganz zu zerreißen…

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