Der jährliche Pflichttermin rückt näher!

Die deutschen KollegInnen rufen SexworkerInnen aus aller Welt zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung nach Berlin. Es gibt interessante Workshops, eine Sexwork-Messe, ein Barcamp und natürlich wieder eine Party. Und es gibt wieder Trost, für alle die nicht dabei sein können:

Ich werde wieder live vom Hurenkongress tickern und meine inhaltlichen Erkenntnisse hier in meinem Blog posten. Sei dabei, wenn du nichts verpassen willst! Ich freu mich auch über Reisebegleitung (Achtung: Sexworker only!), Ideen für einzureichende Workshops und aufs Fortgehen in Berlin.

Gibt es etwas, was du den Berliner KollegInnen unbedingt sagen willst, soll ich etwas für dich in Berlin einbringen? Möglicherweise interessiert dich ein bestimmtes Thema aus den Workshops besonders? Gib mir einen Rechercheauftrag!

3 Kommentare
  1. Martin
    Martin sagte:

    Rechercheauftrag:
    Mich interessiert, ob es in Deutschland schon Bestrebungen / Ansätze gibt, ein Berufsbild für Sexarbeit zu erstellen.
    Wenn ja, dann wäre ich an Vernetzung interessiert.

  2. Thorja von Thardor
    Thorja von Thardor sagte:

    Gute Frage…
    Ich könnte mir vorstellen, dass ein Berufsbild im Sinne einer „Stellenbeschreibung“ der radikalen Offenheit von Sexarbeit widerspricht. Jede/r Sexarbeiter*In entscheidet ja selbst, worin für ihn/sie Sexarbeit besteht, wie die Herangehensweise daran bzw Haltung dazu ist usw. Wir unterscheiden uns da ja sehr, und das ist gut so. Könnte ein wie auch immer gedachtes Berufsbild der individuellen Unabhängigkeit und Freiheit zuwiderlaufen? Wenn jemand anders handelt als das Berufsbild vorgibt – was dann? Oder wäre es ein Beitrag zur Entstigmatisierung, der indirekt wiederum Freiheit/Unabhängigkeit fördert? Interessante Fragen jedenfalls und danke für den Denkanstoß!
    (Bei evtl weiteren Beiträgen bitte nicht auf „antworten“ klicken, sondern einfach neu kommentieren, sonst wird die Textspalte mit jeder Antwort immer kleiner…Das müssen wir noch anders lösen. 🙂 )

  3. Martin
    Martin sagte:

    Ein Berufsbild ist das Gegenteil einer konkreten „Stellenbeschreibung“. Es ist eine allgemeine Beschreibung des Berufs, beleuchtet die wesentlichen Aspekte, beschreibt den Beruf objektiv und umfasst u.A.:
    * Aufgaben und Tätigkeiten
    * erforderliche Qualifikationen und Erfahrungen
    * Genutzte Arbeitsverfahren und -techniken
    * Anforderungen
    * Formen der Berufsausübung
    * Berufsperspektiven / „Chancen, Risken“
    * Hinweis auf gesetzliche Regelungen
    * …

    In der Öffentlichkeit wird Sexarbeit derzeit als „irgendwas“ wahrgenommen, aber jedenfalls nicht als Beruf. Bestenfalls wird sie als „Job“ gesehen, der an die Ausübenden kaum Ansprüche hinsichtlich Kompetenz und Qualifikation stellt.
    Ich glaube, dass sich dieses Bild von Sexarbeit ändern sollte, wobei ein Verständnis von Sexarbeit als tatsächlicher Beruf ein Beitrag zur Entstigmatisierung sein kann.
    … und um Sexarbeit als Beruf zu verstehen und beschreiben, braucht es halt auch ein Berufsbild. 🙂

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